Gruppe mit zwei Jugendlichen, Motiv 7

Hausbesuche – Wozu soll das gut sein?

Ein Hausbesuch bedeutet, dass dich deine Ansprechperson von PiB dort besucht, wo du lebst: in deiner Pflegefamilie.

Warum zu Hause? Weil man den Alltag am besten dort versteht, wo er stattfindet. So entsteht ein vollständigeres Bild als in einem Gespräch im Büro.

Der Besuch soll also dabei helfen:

  • zu verstehen, wie es dir geht,
  • dich und deine Sicht kennenzulernen,
  • und deine Pflegefamilie gut zu begleiten.
Wer ist eigentlich der “Boss” beim Hausbesuch? 

In unserem Lernspiel kannst du Sams Hausbesuch erleben und mehr über deine Rechte in Hausbesuchen erfahren. Hier kannst du es spielen:

Startseite des Onlinespiels ›Hausbesuch‹
Spieleentwicklung: Cynthia Sander - Zukunftskurse - zukuku.org

Hausbesuche gehören zur Pflegekinderhilfe, weil PiB und deine Pflegeeltern gemeinsam Verantwortung dafür tragen, dass du gut aufwächst und die Unterstützung bekommst, die du brauchst.

Dazu gehört es auch, sich regelmäßig ein eigenes Bild von deinem Leben zu machen. Dabei geht es nicht darum, dass alles perfekt ist oder nach Fehlern gesucht wird. Wichtig ist uns vielmehr, dass du deine Meinung sagen kannst und dass wir gemeinsam darüber sprechen was gut läuft und wo ihr als Pflegefamilie vielleicht noch Unterstützung braucht.

Vielleicht ist der Hausbesuch für dich noch belastend oder unangenehm, weil du nicht genau weißt, was von dir erwartet wird. Dabei hast du viel mehr Möglichkeiten den Hausbesuch so zu gestalten, wie es dir gut tut! Nutze ihn, um deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Interessen zu thematisieren und Unterstützung bei Problemen zu bekommen. Es ist auch deine Zeit mit der Fachberatung, um über deine Rechte als Pflegekind zu sprechen.

Während des Hausbesuchs können verschiedene Themen besprochen werden, zum Beispiel:

  • Wie es dir in der Schule, Ausbildung oder Freizeit geht
  • Wie du das Zusammenleben in deiner Pflegefamilie erlebst
  • Wie die Treffen mit deinen Eltern laufen oder ob du etwas über deine Biografie wissen möchtest
  • Was dir in deinem Leben gefällt oder vielleicht schwierig ist
  • Welche Wünsche, Sorgen oder Fragen du hast
  • Welche Unterstützung du oder deine Pflegefamilie brauchen können

Bei einem Hausbesuch hast du zum Beispiel das Recht eine Freundin oder einen Freund dabei zu haben, alleine mit deiner Fachberatung zu sprechen und dein Zimmer unaufgeräumt zu lassen. Sprich gerne deine Fachberatung an, wenn du noch mehr darüber wissen möchtest.

Ein Begleitheft zum Spiel für Fachkräfte und Multiplikator*innen gibt es hier.