Hilfeplanung – Wer ist wer und wer macht was?

Es gibt etwas, das ist definitiv besonders, wenn du in einer Pflegefamilie lebst. Einmal im Jahr (manchmal öfter) findet ein sogenanntes Hilfeplangespräch statt. Jugendliche finden das oft nicht sehr spannend. Aber es geht dort um wichtige Dinge und manchmal auch um Entscheidungen, bei denen du dabei sein solltest.

Wer sitzt beim Hilfeplangespräch an einem Tisch?

Hauptziel des Hilfeplans ist, dass sich alle darum kümmern, dass es dir gut geht. Es ist also keine Prüfungssituation für dich. Ihr tauscht Informationen aus und redet darüber, wie es in der letzten Zeit für dich gelaufen ist, was auf einem guten Weg ist aber auch was schwierig war oder wo du und deine Eltern oder deine Pflegeeltern vielleicht Hilfe braucht. Eure Vereinbarungen werden im Hilfeplanformular aufgeschrieben.

Die klassischen Themen und Fragen sind:

  • Schule/ Ausbildung,
  • Je nachdem wie alt du bist: Zukunftsplanung und Verselbständigung (z. B. mit der Frage: was sollst du noch lernen, bevor du ausziehst?)
  • Die Kontakte zu deinen Eltern, Geschwistern, anderen Familienmitgliedern. Sind alle damit zufrieden? Wollt ihr etwas ändern?
  • Wie läuft das Zusammenleben in deiner Pflegefamilie?
  • Was machst du in deiner Freizeit?

Deine Meinung ist gefragt. Im Gespräch kann jede/r ihre bzw. seine Meinung und Wünsche sagen. Am Ende sollten Absprachen stehen, die alle nachvollziehen und mittragen können.

Du darfst dich schützen, wenn dir bestimmte Themen zu heftig werden, z. B. weil sich deine Eltern und deine Pflegeeltern über die Kontakte streiten. Dann kannst du signalisieren, dass dir das zu viel wird und notfalls rausgehen. Ihr könnt auch am Anfang festlegen, bei welchen Teilen des Gespräches du dabei bist und bei welchen nicht.
Du kannst dir zur Vorbereitung den Hilfeplan vom letzten Gespräch nochmal durchlesen. Hat sich was verändert, was ist aus den Absprachen geworden?
Hilfreich ist es, vorher mit deiner PiB-Fachberatung zu sprechen, damit deine Anliegen beim Hilfeplangespräch nicht untergehen. Du darfst dir zum Gespräch eine Vertrauensperson als Unterstützung mitbringen.