Liebe und Sex

Wer verliebt ist, hat Schmetterlinge im Bauch, schwebt auf Wolke sieben und kann sich auf nichts konzentrieren. Liebe ist ein tolles Gefühl und Sex macht Spaß, verlangt aber auch Verantwortung. Und natürlich gibt es viele Fragen. Sachliche und ganz persönliche. Schön, wenn du dich mit deinen Pflegeeltern, Eltern, älteren Geschwistern oder Freund*innen austauschen kannst. Aber vielleicht willst du das zu bestimmten Themen auch (noch) gar nicht. Im Netz gibt es unendlich viele Informationen, aber du weißt ja, dass längst nicht alles vertrauenswürdig ist. Im Folgenden findest du Hinweise auf einige interessante und hilfreiche Webseiten, die wir dir empfehlen können.

Umfassende Infos zu vielen Themen extra für Jugendliche gibt es auf der Seite der Beratungsstelle pro familia. Du kannst dich aber auch in Bremen persönlich beraten lassen, ohne zu sagen, wer du bist und wie du heißt, also ganz anonym. Pro Familia bietet auf dieser Seite auch Informationen für Jugendliche mit Behinderungen an. Einige Seiten gibt es auch in der sogenannten „leichten Sprache“.

Für Mädchen gibt es auch das Mädchenhaus Bremen als Anlauf- und Beratungsstelle für alle Themen, die euch bewegen.

Wenn du anonym eine Frage zu Liebe und Sex hast, kannst du die ganz einfach bei der loveline stellen, dem Jugendportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, queer, inter* (LSBTQI) Menschen in Bremen, insbesondere Jugendliche, stehen oft vor Herausforderungen, wenn es darum geht, die eigenen geschlechtliche Identität offen zu leben. Rat&Tat ist das Zentrum für queres Leben in Bremen. Weitere Infos findest du auch bei PiB über pib4u-gender.

Liebeskummer

Liebe und Liebeskummer liegen manchmal näher zusammen als du dir wünschst.  In schweren Fällen von Liebeskummer bietet „Die Nummer gegen Kummer“, das Kinder- und Jugendtelefon des Deutschen Kinderschutzbundes, anonyme Hilfe. Dies ist eine kostenfreie, bundesweite Sondernummer, unter der Jugendliche bei allen Sorgen und Problemen Beratung erhalten. „Die Nummer gegen Kummer“ ist von Montag bis Freitag 15 bis 19 Uhr erreichbar:

  • 0800 1110333

Das Gesetz

Um Kinder zu schützen, verbietet das Gesetz sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren. Bis zum Alter von 18 Jahren kann Sex in besonderen Fällen auch verboten sein. Es kommt dabei auf den Altersunterschied und das Verhältnis der beiden Personen zueinander an (z. B. ist Sex zwischen Minderjährigen und Lehrer*innen/ Ausbilder*innen und Trainer*innen verboten, weil eine gewisse Abhängigkeit besteht).

In Deutschland dürfen Jugendliche erst ab 14 Jahren Sex mit jemand anderem haben. Die Voraussetzung ist immer, dass beide es wollen und nicht dazu gedrängt oder gezwungen werden. Die ersten Berührungen sind aufregend, neu und es braucht Zeit, um herauszufinden, was man wirklich mag und will. Für alle sexuellen Handlungen – egal in welchem Alter – gilt aber: Trau dich, auch „Nein“ zu sagen!! Da, wo du dich nicht mehr wohlfühlst, ist die Grenze, und das ist auch okay so. Niemand darf gezwungen werden.  Das gilt für dich, aber natürlich auch für die anderen. Respektiere also die Entscheidungen und Einstellungen anderer, wenn es um Sexualität geht.  Und lass dich nicht von der Clique, Freunden oder Statistiken drängen. Du entscheidest, was zu welchem Zeitpunkt für dich richtig ist. Ein „Nein!“ heißt immer „Nein!“. Und „Vielleicht“ noch lange nicht „Ja“. Du hast ein Recht darauf, dass das respektiert wird.

Und auch wenn du es schon 1000 Mal gehört hast: Denkt an Aidsprävention und Empfängnisverhütung. Verlass dich nicht darauf, dass dein/e Partner*in sich darum kümmert. Das Thema geht immer beide an.

Grenzüberschreitungen

Leider passiert es manchmal, dass eine Liebesbeziehung sich plötzlich bedrohlich anfühlt oder sogar gefährlich wird. Misstrauen, Anschuldigungen, Drohungen oder Gewalt sind niemals ein Zeichen von Liebe. Sprich darüber mit Menschen, denen du vertraust! Das können deine Pflegeeltern, Freund*innen, Familienmitglieder, Fachberatungen von PiB oder Lehrer*innen sein. Oder such dir direkt Hilfe bei der Polizei oder bei Organisationen wie Frauen gegen Gewalt oder dem Hilfetelefon. Sei auf jeden Fall nicht untätig, sondern vertraue dich anderen an und lass dich unterstützen.

Jugendgruppe „Tote Katze“

Wenn du dich gerne mit anderen Jugendlichen in Pflegefamilien austauschen möchtest, komm zur PiB-Jugendgruppe „Tote Katze“. Sie ist offen für Neue, und wenn du dazukommst, erfährst du auch etwas über den ungewöhnlichen Namen der Gruppe. Die Termine für die nächsten Treffen findest du bei den Events auf der Startseite.