FAQ – Fragen und Antworten

Hier sind allererste Fragen, die wir Fachberater*innen von PiB ausgesucht haben.

Wir wünschen uns von euch: Stellt uns eure Fragen, gebt uns Anregungen! So können wir mit eurer Hilfe den Fragenkatalog erweitern und ihr findet hier die wirklich wichtigen Fragen und Antworten.

Meldet euch bei uns per Mail, telefonisch oder persönlich. Wir freuen uns, von euch zu hören oder zu lesen. Ganz einfach über das Kontaktformular.

Wenn ihr, du und deine Pflegeeltern, weiter zusammenleben wollt, könnt ihr das natürlich. Bis zum Ende des 21. Lebensjahres kann das Pflegeverhältnis nach § 41 des SGB VIII bestehen bleiben, in begründeten Einzelfällen auch darüber hinaus. Dazu ist ein Antrag beim zuständigen Jugendamt nötig, den du selbst stellen und auch begründen musst. Wie das alles geht, kann dir deine Fachberatung bei PiB erklären.

Du kannst aber natürlich auch bei deinen Pflegeltern wohnen bleiben, ohne diesen Antrag zu stellen, dann habt ihr keine Begleitung mehr durch das Jugendamt und PiB, und das Pflegegeld fällt weg. Es ist gut, sich über diese Dinge schon vor der Volljährigkeit Gedanken zu machen und mit allen darüber zu sprechen.

Weitere Infos findest du unter Verlängerung und Auszug.

Es kann für dich oder deine Pflegfamilie tatsächlich Sinn machen, euch räumlich zu trennen, z. B. wenn ihr so viel Streit habt, dass keine gemeinsame Lösung in Sicht ist. Das muss dann im Hilfeplangespräch geklärt werden. Auch dazu kannst du dich von deiner PiB-Fachberatung beraten lassen. Oder such’ dir eine andere erwachsene Vertrauensperson, die dich unterstützen kann. Alle Menschen, die für dich zuständig sind, Pflegeeltern, Eltern, Amtsvormundschaft und das Casemanagement, müssen gemeinsam mit dir eine gute Lösung finden. Das kann kompliziert sein, weil es vielleicht viele unterschiedliche Meinungen dazu gibt, was für dich „das Beste“ ist. Es ist dann wichtig, viel zu sprechen und zuzuhören. Das gilt auch für die Erwachsenen! So könnt ihr bei diesem Klärungsprozess eine Lösung finden, die für dich und deine Pflegeeltern gut tragbar ist.

Die Fachberater*innen von PiB sollen dich und deine Pflegeeltern, also die ganze Pflegefamilie, in allen Fragen beraten, die dich betreffen. Dabei kann es z. B. um Kontakte zu deiner leiblichen Familie gehen, um Themen, die sich aus deiner Lebensgeschichte ergeben, um Schulfragen oder um die Kooperation zwischen allen für dich zuständigen Erwachsenen. Die Beratung sollte sich daran orientieren, was gerade anliegt, aber auch Anregungen bieten, was als Thema auf euch zukommen könnte. Das funktioniert am besten, wenn ihr euch recht gut kennt. Wenn sich nicht so einfach ein gutes Gespräch ergibt, stellen die PiB-Fachberaterinnen oft viele Fragen. Das kann nerven, ist aber wichtig. Außerdem müssen sie einmal im Jahr, ab der Volljährigkeit halbjährlich, einen Entwicklungsbericht für das Jugendamt schreiben. Auch das geht nur, wenn sie einigermaßen Bescheid wissen, wie es dir und deiner Pflegefamilie geht und was gerade für euch wichtig ist.

Niemand kann und will dich zwingen, mit einer Person zu sprechen. Aber es wäre gut zu wissen, aus welchen Gründen es mit einer bestimmten PiB-Fachberatung nicht geht. Vielleicht hast du den Eindruck, dass sie eh auf der Seite der Pflegeeltern steht. Alle PiB-Fachberatungen müssen für dich ein offenes Ohr haben. Falls das nicht klappt, kannst du auch mit einer anderen Fachberatung von PiB sprechen. Und natürlich kannst dich bei so einem Gespräch von einer Vertrauensperson unterstützen lassen.

Du musst dir sicher sein, ob du das wirklich willst. Eine Änderung des Vornamens und/oder Nachnamens ist in Deutschland recht kompliziert: Du, oder bis zu deinem 16. Lebensjahr deine gesetzliche Vertretung, müssen einen Antrag auf Genehmigung der Namensänderung beim zuständigen Familiengericht stellen. Der § 3 des entsprechenden Gesetzes (NamÄndG) besagt, dass der Vor- und Zuname nur geändert werden darf, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Auch müssen in der Regel deine leibliche Mutter, und dein leiblicher Vater, wenn du seinen Nachnamen trägst, einverstanden sein. Nach dem Familiengericht überprüft die zuständige Verwaltungsbehörde, das Standesamt, dann nochmal die Gründe und ob alle beteiligten Personen gehört wurden. Das alles kann dauern. Die Änderung der Dokumente (Geburtsurkunde, Pass etc.) kostet dann auch Geld.

Deine Pflegeeltern sollen dich dabei unterstützen, sinnvoll mit digitalen Medien umzugehen. Dazu können sie auch deine Medienzeiten oder Internetzeiten begrenzen. Dazu sind sie, wie alle Eltern, im Rahmen der alltäglichen Erziehung befugt.

Doch was ist sinnvoll? Hier hilft ein ernsthafter Austausch zwischen euch: So wie deine Pflegeeltern eine Begrenzung begründen sollten, kann es sinnvoll sein, dass du dich selbst ehrlich überprüfst. Medienensucht kann zu einem wirklich schwerwiegenden Problem werden und die Übergänge von „noch o.k.“ zu „das ist jetzt ein Problem“ sind, wie bei allen Süchten, schwer einschätzbar. Bevor ein Streit über begrenzte Medienzeiten in einen Machtkampf ausartet, mache einen Check oder lass dich beraten! Alleine oder gemeinsam mit deinen Pflegeeltern.

Für dich:

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Jugendgruppe „Tote Katze“

Wenn du dich gerne mit anderen Jugendlichen in Pflegefamilien austauschen möchtest, komm zur PiB-Jugendgruppe „Tote Katze“. Sie ist offen für Neue, und wenn du dazukommst, erfährst du auch etwas über den ungewöhnlichen Namen der Gruppe. Die Termine für die nächsten Treffen findest du bei den Events auf der Startseite.