Mobbing/ Gewalt

Mobbing ist viel mehr, als sich mal mit jemandem zu streiten. Mobbing bedeutet, dass eine Person über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder von anderen schikaniert wird. Die Betroffenen sind den Schikanen und Erniedrigungen der Täter*innen also wiederholt und systematisch ausgesetzt.  Dies unterscheidet Mobbing von kleineren Streitereien im Alltag oder einer einzelnen Gewalttat. Mobbing kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen: mit Worten, mit Gewalt, mit Missachtung oder Ausgrenzung. Häufig findet Mobbing auch über das Handy oder Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram statt, indem beleidigende Nachrichten verschickt oder Hasskommentare verfasst werden. Man spricht dann von Cyber-Mobbing. Sehr häufig ist es so, dass Täter*innen nicht alleine handeln sondern in Gruppen agieren. Zu diesen Gruppen gehört dann eine Person, die anführt, aber eben auch andere, die zuschauen oder das aggressive Verhalten unterstützen. Mobbing ist also oft ein Gruppengeschehen.

Mobbing betrifft leider sehr viele Kinder und Jugendliche und ist die am häufigsten vorkommende Form von Gewalt in der Schule.

Wenn du Mobbing ausgesetzt bist, hast du vielleicht das Gefühl, dass du niemanden hast, dem du davon erzählen kannst. Vielleicht schämst du dich sogar dafür, dass dir so etwas angetan wird. Das musst du nicht! Zum Mobbingopfer wirst du nicht aus eigener Schuld, du wirst von anderen dazu gemacht.

Suche dir auf jeden Fall Unterstützung

Sprich mit einer guten Freundin oder einem guten Freund darüber. Vertraue dich deinen Eltern oder jemand anderem aus deiner Familie an. Vielleicht gibt es auch andere Erwachsenen in deinem Umfeld, an die du dich wenden kannst. Deine  PiB-Fachberatung hat immer ein offenes Ohr für dich. Häufig braucht es die Unterstützung von Erwachsenen, um Mobbing zu beenden.  Informiere auch unbedingt deine Lehrerin oder deinen Lehrer. Keine Schule darf Mobbing hinnehmen.

Sammele Beweise, indem du zum Beispiel genau aufschreibst, wann wer was gemacht hat oder indem du Screenshots von beleidigenden Nachrichten machst. Damit kannst du dann zu Lehrkräften oder im schlimmsten Fall auch zur Polizei gehen.

Auch wenn es schwer ist: Versuche beim nächsten Mal, nicht auf Sticheleien zu reagieren, oder sage vor allen laut und deutlich, dass du das nicht willst. Damit irritierst du die Mobberin oder den Mobber vielleicht schon und nimmst ihnen den Spaß.

In Bremen und im Internet findest du verschiedene Beratungsangebote, an die du dich telefonisch oder auch per E-Mail wenden kannst:

Montags bis samstags von 14 – 20 Uhr ist unter 116111 anonym und kostenlos aus dem Festnetz und vom Handy aus das Kinder- und Jugendtelefon, auch bekannt als „Nummer gegen Kummer“ erreichbar. Auch eine Online-Beratung ist hier möglich.

In Bremen gibt es einmal das Mädchenhaus Bremen e.V. und auch das Bremer JungenBüro als Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst. Bei beiden Beratungsstellen ist auch eine kostenlose und anonyme Online-Beratung möglich.

Schau nicht weg

Wenn du mitbekommst, dass Freund*innen oder Mitschüler*innen gemobbt werden, sieh nicht tatenlos zu. Mobber*innen brauchen auch immer Menschen, die zugucken und das Mobben geschehen lassen. Wende dich an Erwachsene, sprich deine Freundin oder deinen Freund darauf an und biete dich als Unterstützung an. Trau dich, beim nächsten Mal etwas gegen das Mobbing zu

Jugendgruppe „Tote Katze“

Wenn du dich gerne mit anderen Jugendlichen in Pflegefamilien austauschen möchtest, komm zur PiB-Jugendgruppe „Tote Katze“. Sie ist offen für Neue, und wenn du dazukommst, erfährst du auch etwas über den ungewöhnlichen Namen der Gruppe. Die Termine für die nächsten Treffen findest du bei den Events auf der Startseite.